Ein neuer Teppich und ein feuchter Alkoven

Zurück aus dem Urlaub hatten wir noch ein paar kleine Baustellen an unserer Hilde auf dem Programm.

Unter anderem sollte der alte zerbröselnde Teppich im Alkoven rausfliegen.

Ich hatte schönen Autofilz bestellt und wollte ihn mal schnell verlegen. Gesagt, getan.

Der Teppich flog raus und zu Tage kam ein kleiner Fleck, bisschen Feuchtigkeit, vermutlich Kondenswasser vom Heizungsrohr.
Hmm, ihr ahnt es schon.

Ein neuer Teppich und ein feuchter Alkoven

Der kleine Fleck wurde sicherheitshalber ein wenig genauer untersucht, mein Mann hat den Boden etwas aufgemacht…

Ein neuer Teppich und ein feuchter Alkoven

Und noch etwas…

Wasserschaden Alkoven Euramobil
Wasserschaden Alkoven


Und spätestens hier war klar, dass ich wohl heute keinen Filz mehr verlegen werde.

Das Unheil nahm seinen Lauf, die Laune meines Mannes sank stündlich. Wir hatten einen dicken Wasserschaden auf der rechten Seite, leider nicht nur im hinteren Teil des Alkoven, sondern auch vorne.

Alle gammligen Stellen am Holz mussten also raus.
Wir haben dafür einen Stechbeitel* benutzt und alles Stück für Stück abgetragen, bis wir wieder im “Trockenen” waren. Passt auf wenn ihr bei der Außenhaut angekommen seid, dort muss ziemlich langsam und mit Gefühl weiter abgetragen werden, denn sonst haut ihr euch ein Loch in die Wand… vielleicht sprechen wir da aus Erfahrung 😀 Kann man flicken, muss aber nicht sein.


Das alte Styropor wurde durch Neues ersetzt und im Anschluß musste neues Holz mit Kleber* angebracht werden. Geschlossen haben wir das Ganze mit Pappelsperrholz und etwas Spachtel. Man kann auch neue Verkleidungsplatten für die Wände kaufen, aber da wir sowieso streichen wollten und die Flächen nicht so riesig waren, passte das so ganz gut.


Immerhin, die linke Seite war ok. Wenn man sich die Bilder in diversen Foren so anschaut, hatten wir wohl noch Glück im Unglück.
Kam uns in dem Moment aber nicht so vor.

Wir haben uns auch erkundigt, ob der Verkäufer rechtlich zu belangen ist.
Das ist wohl nur der Fall, wenn man arglistige Täuschung nachweisen kann. Da unsere Verkäuferin aber mit ziemlicher Sicherheit nichts davon wusste, war diese Option auch raus. Zudem kann sich so ein Prozess auch über sehr lange Zeit hinziehen und man muss es natürlich fachmännisch reparieren lassen um dann ggf. doch auf den Kosten sitzen zu bleiben.
Fachmännisch reparieren kam für uns kostentechnisch eh nicht in Frage. 

Wir waren einfach nur wütend, traurig und hatten echt Angst, ob wir diese riesige Baustelle allein gestemmt bekommen.

Es war Spätsommer, Hilde stand nicht überdacht und der Regen war nicht gnädig mit uns. Mit 2 kleinen Kindern war ich keine große Hilfe. Gott sei Dank haben wir gute Freunde und mein Mann einen eisernen Willen, so dass Hilde in etwa 10 Tagen und 500 Wutausbrüchen später neu abgedichtet und weitestgehend repariert war.

Dabei fanden wir natürlich noch die eine oder andere morsche Stelle, es wäre ja sonst auch zu langweilig geworden, aber es hielt sich in Grenzen.

Wir haben Hilde komplett neu abgedichtet.


Da die alten Dichtungen nicht neu zu beschaffen waren und wir auch keine Anderen in entsprechender Breite fanden, haben wir uns für Butylband * entschieden. Zudem haben wir alle Übergänge mit einer Dekasealnaht versehen. Darüber kam das Butylband und die originalen Aluleisten. Alle alten Schrauben wurden durch neue etwas längere Edelstahlschrauben ersetzt und jede einzelne Schraube wurde vorm Einschrauben mit Dekaseal * überzogen.

Eine fiese Arbeit, die sich bisher aber absolut bezahlt gemacht hat. In dem Zuge wurden auch die anderen Leisten an den Übergängen und auch Positionslichter neu abgedichtet. Es empfiehlt sich Schrauben mit einer Bohrspitze zu benutzen. Die gehen auch durch dünnes Blech.

Es tropft noch aus dem Wohnmobil

Der Grund für unseren Wasserschaden war eine alte poröse Dichtung. Das Wasser ist im Alkoven runtergelaufen und hat sich genau dort gestaut. Die Schrauben sind durch die undichte Dichtung mit Wasser in Kontakt gekommen und verrostet. Somit hatte das Wasser freie Bahn ins Holz.

Für die Entfernung der Dichtungsreste hat sich Koch Chemie EU* bewährt. Aber Achtung! Bitte Handschuhe und Maske tragen! Für die Reste an der Alu/Kederleisten habe ich einen Aufsatz* für den Akkuschrauber* benutzt. Das hat zusammen ganz gut funktioniert.

Da die Gute jetzt eh schon komplett ausgeräumt und zerlegt war, haben wir beschlossen, dann direkt auch zu renovieren.

Während mein Mann also draußen alles mit Dekaseal * und Butylband * bewaffnet die Leisten abdichtete, startete ich von innen. Hilde bekam neue Wandfarbe, neue Gardinen, neue Polsterbezüge, folierte Arbeitsflächen und vor allem sehr viel Liebe.

Dieses Frühjahr wird noch etwas weiter abgedichtet, die letzten Schwachstellen werden behoben, wenn wir ganz viel Elan haben, kommt noch ein neuer Boden rein. Es kommt noch etwas neue Deko rein, die Fahrersitze müssen gereinigt und neu bezogen werden, die Fenster im Alkoven bekommen Gardinen.

Der Unterboden wird im Frühjahr neu versiegelt, damit auch dort keine bösen Überraschungen auftreten.

Hilde bekommt neue Batterien und es fliegt noch einiges Raus, weil wir ordentlich Gewicht einsparen müssen. Da nehmen wir euch natürlich mit!

Im nächsten Blogpost zeige ich euch auch genauer, was ich im Innenraum so angestellt habe und wie Hilde jetzt aussieht.

Falls Ihr auch auf der Suche nach einem gebrauchtem Wohnmobil seid und euch fragt, worauf man achten sollte, lest euch auch unseren Blogpost dazu durch.

Bis dahin und bleibt gesund!

Eure Viercamper

Folgt uns gern auch auf Instagram und abonniert unseren Newsletter 🙂

* (Bei den verlinkten Artikeln handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Wenn ihr über diese Links etwas kauft, erhalten wir eine kleine Provision und ihr könnt uns ein wenig unterstützen. Für euch verändert sich nichts am Preis. Bei Fragen schickt uns sehr gern eine Mail!)

2 Kommentare

  1. HolgerGagelow

    Das sieht ja nach einer Menge arbeitet aus, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. So ein Wasserschaden ist aber auch wirklich nervtötend.

    • Pascal

      Hallo Holger, ja für uns war das in diesem Augenblick schon eine Herausforderung. Vor allem weil wir Zeitdruck wegen des Wetters hatten. Wenn ich aber so sehe was andere für Schäden hatten waren das Peanuts 🙁

      VG

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bloggerei.deTopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste
RSS
Pinterest
Instagram
Cookie Consent mit Real Cookie Banner